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Trump oder Biden? Wie Sie Ihr Depot noch vor der US-Wahl richtig aufstellen!

von Dr. Nikolaus Braun

Sehr geehrte Damen und Herren,

am nächsten Dienstag wählt die USA ihren 46. Präsidenten. Zeit genug, um am kommenden Montag sein Vermögen noch richtig aufzustellen – oder?

Das geht im Prinzip ganz einfach: Sollte Trump die Wahl – wie 2016 – wider Erwarten gewinnen, wäre das vermutlich eine relativ gute Nachricht für die Ölindustrie, während Solar, Wind und Elektromobilität deutlich von Bidens zukünftiger Klimapolitik profitieren werden. Großartig! Jetzt nur noch den richtigen Optionsschein finden, und der Wohlstand ist nicht mehr aufzuhalten. Wären da nicht ein beziehungsweise zwei klitzekleine Haken.

Erstens: Wie die Wahl ausgeht, weiß kein Mensch. Die jeweiligen Wahrscheinlichkeiten für einen Sieg einer der beiden Kontrahenten sind ebenso in die heutigen Kurse eingepreist wie die Befürchtung, dass ein knappes Wahlergebnis zugunsten Bidens verbunden mit Turbulenzen bei der Machtübergabe zu Verwerfungen an den Börsen führen könnte.

Zweitens: Das mit der Ölindustrie und den erneuerbaren Energien, wissen nicht nur ich und (jetzt auch) Sie, das weiß auch mein Friseur. Ich habe ihn extra neulich gefragt. Wenn es Ihr Friseur auch schon wissen sollte, dann wären wir schon vier, und ich fürchte, wir sind nicht allein. Anders ausgedrückt: Solche Erkenntnisse, die aus dem Wirtschaftsteil der Bunten stammen könnten, sind kein Informationsvorsprung. Im Gegenteil: Sie sind Binsenweisheiten, von denen Sie ohne Mühe ein weiteres Dutzend im Netz finden werden.

Am Ende wage ich zwei Prognosen. Erstens: Die US-Wahl wird so oder so ausgehen. Zweitens: Am Ende werden die Kurse kurzfristig steigen oder fallen oder ganz vielleicht sogar ungefähr stabil bleiben.

Woher ich das weiß? 2016 war es genauso! Die überwiegende Anzahl der Marktteilnehmer war überzeugt, dass Hillary Clinton die Wahl gewinnen würde. Bei einem Sieg von Trump aber – so der Konsens – würde es allerdings zu einem Crash an den Aktienmärkten kommen. Am Ende stiegen allein US-Small Caps nach Trumps Wahlsieg in wenigen Tagen um über 10 %.

Wenn Ihr Portfolio sauber weltweit diversifiziert ist, müssen Sie das tun, was manchmal am schwersten ist: nichts. Sollten nach der Wahl die Kurse tatsächlich einbrechen, können Sie immer noch diszipliniert nachkaufen. Weder Joe Biden noch Donald Trump werden der weltweiten freien Marktwirtschaft den Garaus machen.

Wenn Ihr Depot immer noch aus Einzelwerten, aktiven Fonds und Zertifikaten besteht, wenn Sie immer noch auf Prognosen, Szenarien oder Megatrends wetten, wenn Sie immer noch mit einem Verkäufer statt einem Berater zusammenarbeiten, dann sollten Sie dringend mit einem unabhängigen Honorar[anlage]berater reden und diesem Unsinn ein Ende bereiten. Es geht nicht nur um Ihr Geld, es geht um Ihre Lebensqualität.

Ihr

Nikolaus Braun

P. S.: Jetzt noch formlos anmelden zur Online-Fragerunde am 12.11.2020 um 10:30 Uhr: Offene Diskussion mit den Gründern der Neunundvierzig Honorarberatung. E-Mail: 49@neunundvierzig.com

P. P. S.: Nikolaus Braun und Stefan Heringer erbringen die Honoraranlageberatung
und Vermögensverwaltung als Senior Partner der Deutschen Wertpapiertreuhand.

28/10/2020

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