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Wann soll ich einsteigen?

von Dr. Nikolaus Braun

Sehr geehrte Damen und Herren,

J E T Z T.

Ihr

Nikolaus Braun

 

PS: Sie haben schon richtig gelesen: Jetzt. Statistisch gesehen ist der richtige Zeitpunkt zu investieren immer jetzt. Damit ist eigentlich alles gesagt. Am Kapitalmarkt gibt es über die Zeit eine positive Rendite, und wer nicht investiert ist, profitiert nicht davon. Je früher man investiert, umso besser. So einfach ist das. Alles andere kostet Rendite.

Wären da nicht zwei Faktoren, die dem Privatanleger das Jetzt-Investieren verleiden:

a) Die (subjektive) Angst davor, den falschen Zeitpunkt zu erwischen und just vor einem Abschwung einzusteigen.

b) Die (objektive) Tatsache, dass diese Angst alles andere als unbegründet ist. Märkte schwanken, und auch massive Einbrüche, wie zuletzt im Corona-Crash Anfang dieses Jahres, sind völlig normal. In der Finanzsprache nennt sich das Sequenzreihenrisiko: Katastrophale Renditen zu Beginn der Anlage können Renditen auch langfristig deutlich belasten.

Abwarten, den richtigen Zeitpunkt abzupassen, ist aber definitiv keine Alternative, sondern fast eine Garantie, sich verrückt zu machen, ewig nicht zu investieren und am Ende dann doch falsch zu liegen. Das haben wir hier ja schon öfter thematisiert. Damit scheitern Privatanleger genauso regelmäßig, wie professionelle Vermögensverwalter.

Und dennoch gibt es einen schlichten und relativ einfach umzusetzenden Mechanismus, um sich vor so einem Horrorszenario zu schützen: Nehmen Sie Ihre Investitionssumme und teilen Sie diese in mehrere Tranchen. Die investieren Sie dann, möglichst ohne auf den Markt zu blicken, stur Stück um Stück ‒ etwa in den nächsten sechs Quartalen. Je mehr Sie diese Investitionen – etwa durch einen Sparplan – automatisieren, umso leichter tun Sie sich, und umso besser bekommen Sie Ihre Emotionen in den Griff.

Dafür, wie viele Tranchen Sie bilden oder in welchen Abständen Sie investieren sollten, gibt es kein Patentrezept. Das kommt sehr auf Ihre finanzielle Gesamtsituation und Ihre Risikofreude an. Je stärker Sie von den Erträgen der Anlage abhängig sind, desto vorsichtiger sollten Sie vorgehen. Wenn dagegen das „Schicksal“ der investierten Gelder kaum Auswirkungen auf Ihre Lebensqualität hat, dann erinnern Sie sich bitte an die eigentliche Kernaussage dieses Beitrags: Der richtige Zeitpunkt zum Investieren ist immer J E T Z T.

Ihr

Nikolaus Braun

Haben Sie Gesprächsbedarf? Wie sind Ihre Erfahrungen? Schreiben Sie mir gerne unter 49@neunundvierzig.com.

24/09/2020

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