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Dr. Nikolaus
Braun

„Neunundvierzig erlaubt mir, viel Zeit mit den Menschen zu verbringen, für die ich arbeite. Wir verwalten nicht einfach Geld, sondern verbessern die Lebensqualität unserer Mandanten.“

Mit siebenunddreißig Jahren hatte ich mich bei einer Großbank durchgeboxt: Ich hatte zwei Auswahlverfahren bestanden und sollte vom Filialdirektor zum Leiter einer Vertriebsregion befördert werden. Trotz winkender Gehaltserhöhung inklusive Vorzimmer und Dienstwagen fühlte ich mich beruflich in einer Sackgasse. Ich war unzufrieden, nein, unglücklich. Dafür zu sorgen, dass möglichst viele Filialen möglichst viele unserer Finanzprodukte verkaufen sollten, kam mir vor wie ein Alptraum.

Zeitgleich bot mir ein Banken-Startup an, den Münchner Standort aufzubauen. Ein Unternehmen mit einem in dieser Branche damals noch revolutionären Geschäftsmodell: faire, transparente Honorare vom Kunden für die Finanzberatung – und damit Unabhängigkeit von Provisionen. Honorarberatung war damals ein theoretisches Konzept. Es gab keine Kunden, kaum Infrastruktur und erst mal deutlich weniger Geld. Und dabei hatte ich die finanzielle Verantwortung für zwei Kinder und eine schwangere Frau. Ich schrieb eine Liste mit allen Vor- und Nachteilen eines Wechsels auf und war danach genauso schlau wie zuvor. Manches lässt sich nicht allein rational entscheiden.

Deshalb stellte ich mir mich selbst in drei bis vier Jahren vor: Wäre es schlimmer, mit der Honorarberatung zu scheitern und wieder von vorne anzufangen? Oder es erst gar nicht versucht zu haben und zu sehen, dass es ein anderer statt dir macht? Diese Fragen waren leichter zu beantworten.

Ich versetzte mich in den Nikolaus, der vor knapp zwanzig Jahren Geschichte studiert hatte, weil er wusste, dass man nur darin gut ist, was man aus Überzeugung macht. Würde er mich, wenn ich aus Sicherheitsbedürfnis bei der Großbank bliebe, nicht für einen Feigling oder Verräter halten? Mir war klar, nur wenn ich mich jetzt traute, etwas Neues und Besseres aufzubauen, würde ich mit mir im Reinen sein.

Rückblickend war es nicht nur richtig, meiner inneren Überzeugung zu folgen, sondern auch vernünftig und ökonomisch erfolgreich. Wir haben in knapp zehn Jahren für sehr viele Menschen in München und Umgebung eine faire Alternative zu den klassischen Banken etabliert.

Neunundvierzig zu gründen ist für mich – immer noch verheiratet, inzwischen Vater von vier Kindern – ein logischer nächster Schritt, um meine Vorstellung einer sinnvollen Vermögensberatung konsequent umzusetzen und endlich unternehmerisch tätig zu sein. Mit meinem langjährigen Stellvertreter Stefan Heringer habe ich dabei den idealen Partner gefunden.

Die kleinere Einheit erlaubt mir, mehr Zeit mit den Menschen zu verbringen, für die ich arbeite. Ich weiß, dass wir nicht einfach Geld verwalten, sondern die Lebensqualität unserer Mandanten verbessern. Als Inhaber kann ich mir den Luxus erlauben, nur noch für Menschen zu arbeiten, die mir am Herzen liegen. Und ich kann für jeden Kollegen, jede Strategie und jede Empfehlung meine Hand ins Feuer legen.*