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Eine Frage der Perspektive: Wie Sie sich vor kurzfristigem Denken schützen

von Dr. Nikolaus Braun

Sehr geehrte Damen und Herren,

es liegt in der Natur des Menschen, das zuletzt Wahrgenommene als deutlich wichtiger zu bewerten als Ereignisse der Vergangenheit. Dieser Effekt ist relativ gut untersucht und hat dementsprechend einen eigenen Namen: Rezenzeffekt. Den Rezenzeffekt gibt es bei schönen Dingen genauso wie bei negativen. Deshalb meinen wir, ein ganzer Kinofilm sei miserabel, wenn uns der Schluss nicht gefällt, und deshalb rettet ein gelungener Nachtisch potenziell ein mittelmäßiges Drei-Gänge-Menü.

Alles nicht weiter tragisch, aber wenn man nicht aufpasst, ist man schnell dabei, die falschen Schlüsse zu ziehen und falsche Entscheidungen zu fällen. Eine Methode, sich selbst zu korrigieren, besteht darin, einmal tief durchzuatmen und seine Definition von „zuletzt wahrgenommen“ zu erweitern von 20 Minuten auf 20 Tage über 20 Monate auf 20 Jahre.

Mir hilft das, egal, ob ich gerade im Stau stehe (im Moment wohl eher kaum), mich meine Kinder stressen (im Homeoffice zurzeit eher öfter) oder Menschen auf mich zukommen, die glauben, es ginge gerade die Welt unter.

Bleiben Sie gesund und besonnen ‒ und passen Sie auf, dass Ihnen die Decke nicht auf den Kopf fällt.

Über Ihre Meinung freue ich mich unter: 49@neunundvierzig.com. Und: Wenn Sie Freunde oder Bekannte haben, die sich gerade in einem Corona-Tunnel befinden, freue ich mich, wenn Sie diese E-Mail weiterleiten.

Ihr

Nikolaus Braun

25/04/2020

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