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Warum ein guter Vermögensberater emotional sein muss

von Dr. Nikolaus Braun

Sehr geehrte Damen und Herren,

emotionale Vermögensberater können eine mittlere Katstrophe sein: Sie lieben Wertpapiere, begeistern sich für das Auf und Ab der Märkte, fiebern der nächsten Sitzung der Notenbank entgegen und können nachts vor Sorgen um den Brexit kaum schlafen. Der Kunde ist dann nicht die zweiundfünfzigjährige Frau Müller, Stifterin und Unternehmerin mit zwei Kindern und einem Ferienhaus in Schweden, sondern der notwendige biologische Träger des Engagements mit der Nummer 478934. Das ist nicht nur wenig sympathisch, sondern gefährlich für Ihr Vermögen. Warum das so ist?

Irgendwann kommt der Moment, in dem Sie sich ernsthaft Sorgen um Geld machen. Der Markt fährt Achterbahn, und die Finanzpresse verkündet Ihnen das Ende aller Tage. Was Sie dann am wenigsten benötigen, ist jemand, der selbst verunsichert ist und Ihnen erzählt, was er am Vormittag im Handelsblatt gelesen hat. Aber auch dann, wenn Ihr Berater gute Nerven hat und eine vernünftige Strategie mit Ihnen umsetzt: Es nützt nichts, wenn er ein Technokrat ist, der Ihnen eine Vorlesung über rationale Kapitalmarktstrategien hält, aber nicht zu Ihnen durchdringt. Im schlimmsten Fall verkaufen Sie in der Krise alles und erleiden einen massiven Vermögensverlust.

Wenn Sie Stress und Angst haben, brauchen Sie jemanden, der sich mit Ihren Zielen identifiziert. Jemanden, der Ihnen zuhört, der Ihnen hilft, den Stress erst mal zu verarbeiten, und ja, jemanden, der Sie gern hat. Erst wenn Ihr Berater verstanden hat, wie es Ihnen geht, ist es überhaupt möglich, wieder rational über Geld nachzudenken, die Situation zu analysieren und erfolgreich weiterzuarbeiten.

Eine stabile, emotionale Beziehung zwischen Kunde und Honorarberater ist also viel mehr als ein Hygienefaktor. Es ist einer der wichtigsten Faktoren für eine langfristige erfolgreiche Zusammenarbeit. Sie ist der Grund, weshalb wir uns entschieden haben, nur für Menschen zu arbeiten, die wir achten und mögen. Und: Sie trägt maßgeblich dazu bei, dass Geld für Sie kein Stressthema mehr sein muss und Vermögen zu mehr Lebensqualität beitragen kann.

Ein guter Vermögensberater muss also doch emotional sein ‒ seine Begeisterung sollte sich allerdings dringend auf Menschen und nicht auf Wertpapiere beziehen.

Sehen Sie das auch so? Oder ist das nur der Frühling? Darf ein Vermögensberater emotional sein? Was sind Ihre Erfahrungen? Haben Sie Diskussions- oder Gesprächsbedarf? Schreiben Sie mir gerne an 49@neunundvierzig.com.

Liebe Grüße

Nikolaus Braun

27/03/2019

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