Geschichten aus meiner Praxis als Honorarberater
Geschichten aus unseren Blogs und Kolumnen
Daniel hat versucht, durch Spekulation schnell reich zu werden. Das Resultat: Überschuldung, eine zerbrochene Beziehung und ein Leben mit sieben Euro am Tag. Wie es ihm gelungen ist, aus seinen Fehlern zu lernen und neu anzufangen.
Hier erzähle ich, wie ich vor über 15 Jahren das letzte Mal versucht habe, einem Kunden den Wunsch nach Rendite ohne Risiko zu erfüllen – und warum ich damit aufgehört habe.
Geschichten aus meinem Buch Geld oder Leben
Am besten werden Irrwege beim Investieren durch konkrete Geschichten greifbar. Hier sind zwei davon:
• „Lehmanns Tochter“ (S. 132–135) in Geld oder Leben ist eine besonders tragische Geschichte von Fehlberatung durch die örtliche Bank. Ein Totalverlust hat Lehmanns Tochter nicht nur um einen sechsstelligen Betrag, sondern auch um die gesamte mühsam ersparte Erbschaft ihrer Mutter gebracht.
• „Nostradamus“ (S. 101–108) in Geld oder Leben erzählt von einem besonders ruchlosen Crashpropheten, dessen fatale Verkaufstricks fast zum finanziellen Totalverlust geführt hätten.
Über Irrwege beim Investieren weiter nachdenken
Artikel, Videos und andere Beiträge
Ganz grundsätzlich prägen Denkfehler und Fehlannahmen unsere (Nicht-)Strategien im Umgang mit Geld. Das sind meiner Meinung nach die wichtigsten (anknüpfend an das, was Sie bereits im Buch gelesen haben):
• Der Recency Bias führt dazu, dass wir die Bedeutung von Ereignissen, die erst kurz zurückliegen, systematisch überschätzen: Gefangen im Moment. Der Recency Bias beim Investieren
• Der Survivorship Bias lässt uns vergessen, welche Strategien (und Fonds) nicht funktioniert haben: Einer kam durch
• Der Confirmation Bias verhindert, dass wir unsere Annahmen kritisch hinterfragen – stattdessen suchen wir Bestätigung: Die Wahrheit? Nur, wenn sie mir passt!
• Der Hindsight Bias überzeugt noch dazu viele Menschen, dass Ereignisse absolut sicher eintreten mussten – nur immer erst aus der Rückschau: „Das war doch absolut klar, dass das passiert!“
• Der Action Bias drängt uns zum Handeln, auch wenn Nichtstun am Kapitalmarkt häufig die beste (und schwerste) Option ist: Gehören Sie zu den Menschen, die lieber Schmerzen ertragen als nichts zu tun?
Weiterführende Literatur
Ein Klassiker zu kompetenten Finanzentscheidungen stammt von unserem geschätzten „Mitstreiter“ und Verbraucherschützer Hartmut Walz. Nicht nur Walzʼ fundiertes Wissen, sondern besonders die anwendungsbezogenen Fälle machen die Zusammenhänge Einfach genial in Geld- und Finanzfragen für Einsteiger:innen sehr anschaulich.
• Das Kapitel in Über Geld Nachdenken zum „Pinocchio-Banking“ (S. 51–58) veranschaulicht, wo das Problem im Provisionsvertrieb liegt: Interessenskonflikt Bank gegen Kunde.
• Die Kapitel Erkenne dich selbst und Die ganz großen Fehler vermeiden in Über Geld Nachdenken (S. 66–95) widmen sich intensiv den Faktoren, die Sie am Kapitalmarkt in die Irre führen können. Gerade wenn Sie sich bei manchen der Fehlannahmen, die ich in Endlich gut mit Geld erklärt habe, ertappt gefühlt haben, rate ich Ihnen, diese Kapitel noch einmal ausgiebiger heranzuziehen.